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Über das Institut

Die Anfänge der Sinologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg reichen in die späten 1950er Jahre zurück. Als Teil des Orientalischen Seminars wurde die frühe Freiburger Sinologie insbesondere von Ulrich Unger aufgebaut und war auf die Beschäftigung mit Sprache, Literatur und Philosophie des vormodernen China ausgerichtet. Die erste Professur wurde mit Peter Greiner im Jahr 1980 besetzt, zu dessen Forschungsschwerpunkten die vormoderne Verwaltungsgeschichte sowie das chinesische Staatsdenken zählten. Mit Harro von Senger wurde im Jahr 1989 eine Professur für das moderne China besetzt, wodurch sich die sinologische Forschung in Freiburg unter anderem auf das Rechtssystem der Volksrepublik China ausweitete. Professor Greiner und Professor von Senger lehrten und forschten jeweils bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2005 bzw. 2009 an der Universität Freiburg.


Mit der Berufung von Nicola Spakowski im Jahr 2010 wurde eine grundlegende Neuausrichtung der Freiburger Sinologie angestoßen, welche sich seitdem schwerpunktmäßig mit dem modernen und gegenwärtigen China befasst. Auf diese Weise wurde der zunehmenden Bedeutung der Volksrepublik China im aktuellen Weltgeschehen und den damit einhergehenden neuen Anforderungen an chinawissenschaftliche Forschung und Lehre Rechnung getragen. Im Zuge dieser Neuausrichtung wurde der Fachbereich Sinologie auch formal aus dem Verbund des Orientalischen Seminars ausgegliedert und existiert seitdem eigenständig als Institut für Sinologie.


Inzwischen bilden drei ProfessorInnen den Kern der chinawissenschaftlichen Expertise in Freiburg. Die Forschungsinteressen von Prof. Dr. Nicola Spakowski liegen im Bereich der Geschichte Chinas des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie befasst sich mit Konzepten von Zeit, Vergangenheit und Zukunft und mit Fragen der Geschlechterordnung. Prof. Dr. Daniel Leese, dessen Forschungsschwerpunkt ebenfalls die Geschichte des modernen Chinas ist, beschäftigt sich unter anderem mit der Epoche des Maoismus und dessen Erbe. Moderne und zeitgenössische Literatur bilden das Hauptinteresse von Juniorprofessorin Dr. Lena Henningsen. Eine Übersicht über alle mit Drittmitteln geförderten Forschungsprojekte finden Sie [hier].


Unterstützt werden die drei ProfessorInnen der Freiburger Sinologie in Forschung und Lehre von einem großen Stab an wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, ProjektmitarbeiterInnen und LektorInnen, über deren jeweilige Schwerpunkte Sie sich [hier] informieren können.


Seit dem Wintersemester 2007/2008 läuft der frühere Magisterstudiengang Sinologie sukzessive aus. Stattdessen wird im Zuge der Bologna-Reformen Sinologie als Bachelorstudiengang (Haupt- und Nebenfach) angeboten, und im Jahr 2013 wurde der englischsprachige Masterstudiengang „Modern China Studies“ eingeführt. Als Antwort auf den zunehmenden Bedarf an Lehrkräften für Chinesisch an deutschen Schulen wird zum Wintersemester 2016/17 der Lehramtsstudiengang „Chinesisch“ eingerichtet.


Bitte entnehmen Sie alle weiteren Informationen zur Freiburger Sinologie auch unserem BA-Flyer, der BA-Informationsbroschüre und MA-Flyer.

Schülerinnen und Schüler, die sich für ein Bachelor-Studium Sinologie oder ein Schülerstudium interessieren, finden alle notwendigen Informationen hier.

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