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Freiburger China-Gespräche
Das Institut für Sinologie hat in Kooperation mit dem China Forum Freiburg und dem Konfuzius-Institut an der Universität Freiburg 2011 die "Freiburger China-Gespräche" ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine differenzierte China-Debatte in der Öffentlichkeit zu fördern. Hochrangige Vertreter der China-Wissenschaft referieren und diskutieren über aktuelle Themen.
Freiburger China-Gespräche 2013: „Ideologien und Werte“
Die chinesische Gesellschaft scheint mehr denn je durch Widersprüche und Konflikte geprägt. Der kontinuierliche politische Wille, China umzugestalten, hat vielen Chinesen zwar ein materiell besseres Leben gebracht, löst aber auch große Verunsicherungen aus. Partei und Gesellschaft beklagen moralischen Verfall und ein ideelles Vakuum. Von welchen Werten ist die heutige chinesische Gesellschaft geleitet? Welche ideellen Orientierungsangebote unterbreitet die Partei? Wird China eher Ideen der eigenen Tradition heranziehen, um einen konfliktfreien Weg in die Zukunft zu finden, oder ist die chinesische Gesellschaft bereits unumkehrbar von „westlichen“ Werten durchdrungen? Und als Exkurs: Was hat den Maoismus für den Westen so interessant gemacht?
Hier finden Sie den aktuellen Flyer.
6. Mai 2013 Zwischen Kultivierungswahn und Sinnsuche – Religion im heutigen China Tibetische lebende Buddhas, daoistische Qigong-Meister und charismatische Pastoren – die spirituell-religiöse Nachfrage in China ist größer als je zuvor. Woher kommt diese und welche Folgen hat sie für die weitere Entwicklung der Volksrepublik? Ian Johnson, Publizist, Pulitzer-Preisträger und China-Korrespondent der New York Times, Peking 25. Juni 2013 „Lieber im BMW weinen als auf dem Fahrrad lachen“ – Konsum in der VR China Heirat nur dann, wenn Wohnung, Auto und Fernreisegarantie vorhanden sind – Besitz und Konsum haben alle Lebensbereiche in China durchdrungen. Wie hat sich das chinesische Konsumverhalten entwickelt und welche Besonderheiten zeichnen den dortigen Konsummarkt aus? JunProf. Dr. Lena Henningsen, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Stefan Peters 7. November 2013 Himmelsmandat und Bildungseifer – Konfuzianismus in Geschichte und Gegenwart Chinas
Chinas bekanntester Denker Konfuzius erlebt in Schulen, Think Tanks und Regierungskonzepten eine Renaissance. Wer hat heute welches Interesse an dem Philosophen und wie viel hat der aktuelle Boom mit Konfuzius‘ ursprünglicher Lehre gemein?
Prof. Dr. Hans von Ess, Ludwig-Maximilians-Universität München
18. November 2013 Maoismus: Rausch der Massen, Personenkult und Gleichheitsnostalgie Das Erbe des Maoismus in China ist widersprüchlich: Manche sehen ihn als Massenrausch in die Katastrophe, andere als Heilmittel gegen Egoismus und Raubtierkapitalismus. Die deutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre benutzte den Maoismus für ihre ganz eigene Revolution gegen das Establishment. Welche Faszination ging damals wie heute in China und im Westen von dem „Großen Vorsitzenden“ und seinen Ideen aus? Dr. Gerd Koenen, Publizist und Historiker, Frankfurt/Main JunProf. Dr. Daniel Leese, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Freiburger China-Gespräche 2012/2013: "China aktuell"
China ist fast täglich in den Medien: als Wirtschaftsmacht, in Menschenrechtsfragen, als Akteur der internationalen politischen Bühne. Seine Bedeutung für die aktuelle Weltlage liegt auf der Hand. Chinesische Perspektiven und Hintergründe zu gegenwärtigen Brennpunkten sind im Westen aber kaum bekannt. Verfolgt China einen „friedlichen Aufstieg“ oder rüstet sich das Land zum Konflikt mit den USA? Welche Veränderungen bringt der Führungswechsel im Herbst 2012? Schafft China den Sprung von der Werkbank der Welt zum technologischen Pionier? In der Reihe „China aktuell“ bemühen sich China-Experten, differenzierte Antworten auf diese Fragen zu finden.
Mit der Lesung des Exil-Schriftstellers Liao Yiwu, der seit 2011 in Deutschland lebt, wird die Reihe um eine authentische chinesische Stimme bereichert. In seinem neuen Buch „Die Kugel und das Opium. Schicksale vom Platz des Himmlischen Friedens“ erinnert Liao an die Protestbewegung von 1989 und ihre blutige Niederschlagung.
5. Juni 2012
Friedlicher Aufstieg oder Wettrüsten zum Krieg? Chinas maritime Militärstrategie in der asiatisch-pazifischen Region
Juniorprofessorin Dr. Sarah Kirchberger (Universität Hamburg)
29. Oktober 2012
Lesung des Exil-Schriftstellers Liao Yiwu
29. November 2012
Neue Personen, neue Programme? Chinas neue Führung nach dem 18. Parteitag
Prof. Dr. Heike Holbig (Goethe-Universität Frankfurt)
Dr. Kristin Kupfer (Universität Freiburg)
16. Januar 2013
Vom Produzenten zum Erfinder? China als Wissensmacht
Maximilian Mayer, M.A. (Universität Bonn)
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren Veranstaltungsseiten und dem Flyer.
China-Gespräche 2011/2012: "China als Zukunftsfrage"
Schlagwörter wie „Chinas Aufstieg“ oder „das chinesische Jahrhundert“ zeugen von der großen Bedeutung, die China für die globale Zukunft zugesprochen wird. Während sich Kommentatoren in westlichen Medien einig sind, dass China die Welt verändern wird, besteht Uneinigkeit darüber, was wir von China zu erwarten haben: Ist China auf dem Weg zur Weltmacht oder werden interne Probleme dem Land zum Verhängnis werden? Wie stabil ist das Regime und wie weit geht die Herausforderung durch soziale und politische Protestbewegungen? Welches ist der Kern des chinesischen Erfolges und wird das „chinesische Modell“ globalen Einfluss gewinnen? Wo steht China zwischen Umweltverschmutzung und der Förderung grüner Technologien?
Diese zentralen Fragen der Zukunft Chinas werden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „China als Zukunftsfrage“ von führenden Denkern und Wissenschaftlern des China-Feldes in Deutschland aufgenommen und diskutiert. Jeweils zwei Vortragende werden unterschiedliche Aspekte und teilweise auch gegenteilige Einschätzungen der Problematik liefern.
22. November 2011
Weltmacht China? Westliche und chinesische Perspektiven
Matthias Nass, Int. Korrespondent der "Zeit", Hamburg Prof. Dr. Nicola Spakowski, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg
Der Westen sieht China als zukünftige Weltmacht; westliche Think Tanks bereiten sich auf die Herausforderung China vor. In China wird der "Aufstieg Chinas" teilweise bejubelt, teilweise werden eher die inneren Defizite problematisiert.
13. Dezember 2011
Jasmin-Revolution auf Chinesisch? Das Protestpotential in China
Prof. Dr. Thomas Heberer, Universität Duisburg-Essen Dr. Kristin Kupfer, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg
Die Korruption grassiert, die Inflation galoppiert und soziale Ungerechtigkeit wächst. Bricht auch in China bald eine nationale Protestbewegung aus?
23. Januar 2012
Modell China? Peking setzt neue Maßstäbe
Prof. Dr. Sebastian Heilmann, Universität Trier, Politikwissenschaften Herr Shi Ming, Journalist
Dynamische Wirtschaft ohne Demokratie, Globalisierung ohne moralische Prinzipien - ist Chinas Weg ein Modell? Entwicklungsländer orientieren sich bereits an China, und auch im Westen wird zunehmend die "Dysfunktionalität" des eigenen Systems problematisiert.
27. Februar 2012
Grünes China? Chinas Ringen um den Umweltschutz
Dr. Doris Fischer, Dt. Institut für Entwicklungspolitik, Bonn Cora Jungbluth, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg, Sinologie/VWL
1.3 Milliarden Chinesen streben nach dem Lebensstandard der Industrieländer. Ohne China sind Umwelt- und Klimafragen international nicht zu lösen. Gelingt Peking ein "nachhaltiges" Wohlstandsversprechen?
Weitere Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung.
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